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Transport-,
Post- und Fernmeldewesen
Seit der Gründung der Volksrepublik haben sich ein umfassendes Verkehrs- und
Transportsystem aus Eisenbahnen, Landstraßen, Zivilluftfahrt und Schiffahrt sowie
ein dichtes Netz des Post- und Fernmeldewesens herausgebildet, und im Zuge der
Wirtschaftsreform und Öffnungspolitik hat sich das Transport-, Post- und Fernmeldewesen
rasch entwickelt. Ende 1999 betrug die Gesamtlänge der Verkehrswege 3,55 Millionen
km, eine Steigerung um das 15,3fache gegenüber 1949 und um das 1,88fache gegenüber
1978. Das erste Lichtleitkabel wurde 1978 verlegt, und 1999 erreichte die Gesamtlänge
der Lichtleitkabel 194 000 km. 1978 gab es in China noch keine Mobilkommunikation,
1999 betrug die Kapazität der Vermittlungsschränke für Mobiltelefone 43,24 Millionen
Anschlüsse. Ein Simulationsnetz und ein Digitalnetz wurden entwickelt, mit deren
Hilfe Fernverbindungen durch Mobiltelefone mit einigen Ländern und Gebieten möglich
geworden sind. Aus dem Nichts entstand die Datenkommunikation, und ein Datenübertragungsnetz
nahm Gestalt an. Die Infrastruktur und die technische Ausstattung im
Transport-, Post- und Fernmeldewesen haben sich ständig verbessert. Ende 1999 betrug
die Länge der doppelgleisigen Eisenbahnlinien 20 935 km, sie machten 35,7% der
gesamten Strecken aus, eine Steigerung um fast 20% gegenüber 1978. Die Länge der
elektrifizierten Eisenbahnstrecken betrug 13 629 km, 23,4% der gesamten Strecken,
eine Steigerung um 20,4% gegenüber 1978. Bis 1999 wurden Autobahnen von einer Länge
von 9083 km gebaut. Die Zahl von Lokomotiven, Autos, Frachtschiffen und Flugzeugen
verdoppelte sich. In den Haupthäfen entlang der Küste wurden 1236 Ankerplätze, davon
über 347 für 10 000-Tonner, neu eingerichtet. Mehr als 90 Zivilflughäfen wurden neu
gebaut. 1999 leistete der Güterverkehr 4023,5 Milliarden Tonnenkilometer und der
Personentransport 1121 Milliarden Personenkilometer. Im Vergleich zu 1978 waren
dies Steigerungen um jeweils das 3,1fache und das 5,5fache. Der gesamte Umsatz
der Post- und Fernmeldedienste erreichte 331,1 Milliarden Yuan und ist im Vergleich
zu 1978 um das 108fache gestiegen. Eisenbahn
1949 betrug die Gesamtlänge der Eisenbahnstrecken in China 21 800 km, von
denen nur 11 000 km befahrbar waren. Von 1979 bis 1999 wurden 17 919 km Eisenbahnstrecken
neu gebaut, davon 11 783 km elektrifizierte Strecken. 1999 betrug die Länge der
Eisenbahnstrecken 57 900 km, eine Steigerung um 19,1% gegenüber 1978.
In China gibt es von Süden nach Norden und von Osten nach Westen verlaufende Eisenbahnstrecken.
Mit Beijing als Knotenpunkt umfassen die Süd-Nord-Hauptstrecken die Eisenbahnlinie
Beijing-Guangzhou, Beijing-Shanghai, Beijing-Kowloon und Beijing-Harbin. Die Ost-West-Hauptstrecken
mit Zhengzhou als Knotenpunkt sind die Strecken Lianyungang-Lanzhou und Lanzhou-Urumqi.
Die Haupteisenbahnlinie Lanzhou-Urumqi wurde von Urumqi nach Westen verlängert
und ist mit der Eisenbahnlinie in Kasachstan verbunden. So entstand eine Kontinentalbrücke
Asien-Europa von der Hafenstadt Lianyungang bis nach Rotterdam. Außerdem wurden
im gebirgigen Südwesten des Landes neue Eisenbahnlinien wie die Strecken Chengdu-Chongqing,
Baoji-Chengdu, Chengdu-Kunming und Nanning-Kunming angelegt. Im Autonomen Gebiet
Xinjiang wurde die Eisenbahnstrecke Turpan-Kaxgar gebaut. Landstraßen
1949 betrug die Gesamtlänge der Landstraßen in China nur ca. 80 000 km.
Mehr als ein Drittel der Kreise hatte keine Straßen. 1999 belief sich die Länge
der Landstraßen auf 1,352 Millionen km. Jetzt sind alle Kreise und Gemeinden Chinas
an das Straßennetz angeschlossen. Bis 1998 hatte China die Autobahnen Shenyang(Dalian,
Beijing(Tianjin(Tanggu, Guangzhou(Shenzhen, Jinan(Qingdao, Chengdu(Chongqing,
Yichang(Huangshi, Beijing(Shijiazhuang, Shijiazhuang(Taiyuan, Shanghai(Ningbo
und Taiyuan(Jiuguan gebaut. Allein im Jahr 1999 wurden 58 000 km Landstraßen neu
gebaut, davon 2825 km Autobahnen. Post-
und Fernmeldewesen Seit 1978 ist die Entwicklung des Post- und
Fernmeldewesens in eine neue Epoche eingetreten. Der Umfang und die Kapazität,
die Technik sowie der Service des Telefonnetzes haben einen großen Sprung gemacht.
Im ganzen Land hat sich ein Kommunikationsnetz herausgebildet, das mittels modernster
Technologie wie Übertragung durch Lichtleitkabel, digitalisierte Mikrowelle, Satellitenkommunikation
und programmgesteuerte Vermittlung, Mobil- und Datenkommunikation mit aller Welt
verbunden ist. Außerdem wurde ein dichtes Postnetz mit vollständigem Service aufgebaut.
Ende 1999 betrug die Kapazität der Vermittlungsschränke für Telefone 160 Millionen
Anschlüsse, 43,24 Millionen Personen verfügten über Mobiltelefone. 110 Millionen
Telefon-Anschlüsse wurden benutzt. Der Anteil der Haushalte, die Telefonanschlüsse
haben, ist im ganzen Land von 0,38% 1978 auf 13% 1999 gestiegen und in den Städten
von 1,9% auf 28,4%. 79,8% der Dörfer auf dem Land sind an das Telefonnetz angeschlossen.
Es gibt 102 000 Postämter und Poststellen. Der Postweg und die Austragungslinie
haben eine Länge von 6,215 Millionen km. In den großen und mittelgroßen Städten gibt
es einen internationalen Expreßpostdienst und Dienststellen für Telex, Datenübertragung
und Telefax. Auch Internet und E-mail wurden entwickelt. Schiffahrt
China verfügt über eine Küstenlänge von mehr als 18 000 km und zahlreiche
Flüsse mit einer Gesamtlänge von 220 000 km ?günstige Vorraussetzungen für die Binnen-
und Küstenschiffahrt. Zu den wichtigen Wasserstraßen gehören der Yangtse,
der Perlflu? die Flüsse Heilongjiang, Huaihe, Qiantangjiang, Minjiang und Huangpujiang
sowie der Große Kanal. 1999 hatten die befahrbaren Binnenwasserstraßen eine Länge
von 110 300 km. Der Anteil der Schiffahrt am Güterumschlag und am Personentransport
betrug 2126,3 Milliarden Tonnenkilometer bzw. 10,73 Milliarden Personenkilometer.
Jetzt gibt es mehr als 70 wichtige Häfen mit über 5000 Ankerplätzen. Der Yangtse
ist die "Goldene Wasserstraße" der chinesischen Binnenschiffahrt. Das Jahrestransportvolumen
von Gütern und Personen auf dem Yangtse ist beträchtlich. Nanjing ist der größte
Binnenhafen Chinas mit einer Jahresumschlagskapazität von mehr als 40 Millionen
t. Die Küstenschiffahrt Chinas ist in eine nördliche und eine südliche Zone eingeteilt.
Hafenzentren der nördlichen Zone sind Shanghai und Dalian, der Hafen Guangzhou
ist das Zentrum der südlichen Zone. Seit Beginn der Wirtschaftsreform und Öffnungspolitik
betrug der Umschlag der neu gebauten Häfen einschließlich der neuen Binnenhäfen 497,26
Millionen t. Entlang der Küste liegen mehr als 20 Haupthäfen. Der Umschlag von Gütern
betrug 1,05 Milliarden t und der Personentransport 64,01 Millionen. Mit einer
Jahresumschlagskapazität von mehr als 100 Millionen t zählt der Hafen Shanghai zu
den zehn größten Handelshäfen der Welt. Außerdem besitzt China eine Hochseehandelsflotte
mit 22 Millionen BRT, die rund 1100 Häfen anläuft. Zivilluftfahrt
Von 1949 bis 1978 investierte die chinesische Regierung mehrere Milliarden
Yuan in den Bau oder Ausbau von Flughäfen. Dies hat eine solide Grundlage für die
Zivilluftfahrt geschaffen. Ende 1999 verfügte China über mehr als 140 Zivilflughäfen,
von denen 80 auch von Großraumflugzeugen wie Boeing 777, 767, 757, 747, 737 und
A340 angeflogen werden können. 1999 verkehrte Chinas Zivilluftfahrt auf 1115 Linien
mit einer Gesamtstrecke von 1,522 Millionen km, eine Steigerung um das 9,22fache
gegenüber 1978. Darin inbegriffen sind 128 internationale Linien. Die
inländischen Luftverkehrslinien mit Beijing als Zentrum verbinden alle Provinzen,
autonomen Gebiete und regierungsunmittelbaren Städte sowie andere wichtige Städte
und abgelegene Gebiete miteinander. Die internationalen Luftverkehrslinien verbinden
China mit mehr als 50 Städten der Welt, darunter Tokio, Bangkok, Jakarta, Paris,
Frankfurt, Moskau, London, New York und Ottawa. |