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Nicht
jeder Han-Chinese ist ein Buerger der Volksrepublik und nicht jeder 1,2 Milliarden
Buerger der
Volksrepublik ist Han-Chinese. Der Begriff Chinese, wie man ihn im Westen gebraucht,
ist doppeldeutig: Einmal meint er den Buerger der Volksrepublik, zum anderen bezeichnet
er den Angehoerigen der groessten ethnischen Gruppierung in China, den Han. Rund
92 Prozent der in China lebenden Menschen gehoeren hierzu. Die anderen acht Prozent
verteilen sich auf 55 Ethnien, die als eigenstaendige Nationalitaeten anerkannt
sind, die sogenanten nationalen Minderheiten. Sie bewohnen knapp 65 Prozent der
Staatsflaeche und haben –verwaltungstechnisch- ihre autonomen Bezirke und
Regionen. Ihre Zahl reicht von einigen hundert Stammesmitgliedern bis zu etlichen
Millionen. Man denke z.B. an die Mongolen, Mandschuren, Uiguren oder auch Koreaner,
die in China leben und ihre eigene Sprache und Kultur pflegen. Oder man denke
an die Ethnien in Chinas Suedprovinzen, deren Kultur starke Aehnlichkeit mit jener
der Thais, Laoten oder Birmanen hat. Die Basis zur Verstaendigung zwischen allen
bildet Putonghua, die han-chinesische Umgangssprache, die in allen Schulen gelehrt
wird. |